DIANA®

Distraktions-Interferenz-Arthrodese des Sakroiliakalgelenks

  • Vor der Eingriffsplanung muss genau geklärt sein, dass das Sakroiliakalgelenk als Schmerzquelle eindeutig feststeht.
  • Da das SIG Teil eines anatomischen Komplexes aus Wirbelsäule und unteren Extremitäten ist, muss der Arzt auch mögliche Schmerzursachen angrenzender Strukturen in Erwägung ziehen. Häufig sind neben dem SIG gleichzeitig die Wirbelsäule und / oder die Hüftgelenke betroffen. Es ist daher notwendig, eine umfassende klinische Beurteilung und Diagnostik vorzunehmen, um den tatsächlichen Schmerzgenerator der vom Patienten geäußerten Beschwerden zu identifizieren. Aufgrund mechanischer oder radikulärer Symptomatik kann das SIG auch beispielsweise Beschwerden an der Lendenwirbelsäule und / oder der Hüftgelenke vortäuschen. Umgekehrt verhält es sich genauso.1 2

Typische Sitzhaltung bei SIG-Schmerzen (Schmerz rechtsseitig)

  • Die Behandlung der pathologischen Befunde kann deshalb ein- oder mehrzeitige Operationen beinhalten.
  • Die neurovaskulären Strukturen in der Umgebung des SIG sind wesentlich am Krankheitsprozess des Gelenks beteiligt. Der Chirurg und sein Team sollten sich der komplexen Zusammenhänge bewusst sein und vor einem möglichen operativen Eingriff alle notwendigen nichtinvasiven und invasiven diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ergreifen.
  • Das operative Verfahren mit DIANA sollte nur von geschulten Operateuren angewandt werden. Grundsätzlich gilt: „No training, no case!“ Denn der verantwortungsvolle Umgang mit dieser Methode ist besonders wichtig!
  • Der SIGNUS Diagnose-Algorithmus hilft! (Zu finden im Download-Bereich)
  • Neben dem, durch den Patienten auszufüllenden, Schmerzdiagramm geben klinische Untersuchungen (Schmerzprovokationstests, Palpationstest, etc.) sowie ggf. Gelenkasymmetrien auf CT und MRT Hinweise auf eine Erkrankung des SIG. Auch eine Schmerzlinderung durch diagnostische Infiltrationen in das Gelenk kann eine Bestätigung hierfür darstellen.

1Lorio MP, Rashbaum R.: ISASS policy statement – minimally invasive sacroiliac joint fusion. (Int J Spine Surg. 2014 Dec 1;8. Updated March 15, 2015)
2Weksler V., et al.: The role of SI joint dysfunction in the genesis of low back pain: the obvious is not always right. Archives of ortho and trauma surgery 2007 Dec; 10(127) 858-8.

Schmerzprovokationstests