SIG Syndrom

Definition

Das Becken stellt einen knöchernen Ring aus Kreuzbein, Darmbein, Sitz- und Schambein dar, der durch die Schambeinfuge (Symphyse) geschlossen wird. Das Kreuzdarmbeingelenk, auch als Sakroiliakalgelenk (SIG) oder Iliosakralgelenk (ISG) bezeichnet, befindet sich zwischen dem in der Mitte gelegenen Kreuzbein (Sakrum) und dem linken bzw. rechten Darmbein (Ilium).


Beide Kreuzdarmbeingelenke sind, wie auch der gesamte Beckengürtel, zusätzlich von einem starken System aus Bändern umgeben. Im Vergleich zu anderen Gelenken unseres Körpers erlauben diese Bandstrukturen dem SIG nur einen sehr geringen Bewegungsspielraum. Obwohl sich das Gelenk beim Erwachsenen nur um wenige Grad bewegt, spielt es eine wichtige Rolle bei fast jeder körperlichen Aktivität des täglichen Lebens. Nahezu die gesamte Kraftübertragung zwischen oberer und unterer Körperhälfte (sowie umgekehrt) findet über die Kreuzdarmbeingelenke statt. Schmerzen des Kreuzdarmbeingelenkes werden oft als SIG-Syndrom oder ISG-Syndrom, Sakralgie oder Sakroiliitis bezeichnet. Sie können chronisch oder akut sein. Aktuelle Studien schätzen, dass das SIG-Syndrom für mehr als 20% aller lumbalen Rückenschmerzen verantwortlich ist. Chronische SIG-Schmerzen werden im Bereich des Gesäßes und ggf. der Leistengegend wahrgenommen. Sitzbeschwerden, die zu einer einseitigen Sitzhaltung führen können, sind häufig zu beobachten. Nicht selten treten auch ausstrahlende Schmerzen in die gleichseitige untere Extremität, ähnlich wie bei einem Bandscheibenvorfall, auf.

Therapie

Es gibt grundsätzlich zwei Säulen der Behandlung schmerzhafter Veränderungen des Kreuzdarmbeingelenks:

  • Die konservative Vorgehensweise, wie z.B. orale Schmerzmedikamente, Physiotherapie, manuelle Therapie, Stabilisierung mit einem speziellen Korsett, Injektionen in das Gelenk oder sogenannte Denervierungen (Radiofrequenz / Kryo-Denervierung) zur Durchtrennung der zum Gelenk ziehenden schmerzleitenden Nervenfasern.
  • Eine operative Therapie, die allerdings erst nach Erfolglosigkeit der konservativen Maßnahmen in Erwägung gezogen werden sollte, beispielsweise die indirekte knöcherne Versteifung des Gelenks mittels DIANA-Technik.

Produkte

DIANA

Mit DIANA stellt SIGNUS eine einfache und sichere Fusionstechnik des Sakroiliakalgelenks zur Verfügung. Der Name des Verfahrens…

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