Pressemitteilung OSIRION® I

OSIRION® I – Elektromyographische Echtzeitüberwachung mit Ampelsystem

Intraoperatives Neuromonitoring: Sinnvolle Unterstützung in der Wirbelsäulenchirurgie

Alzenau, 4. Februar 2015. Mit der Markteinführung von OSIRION® I hat das Unternehmen SIGNUS (Alzenau) den Startschuss für mehr Sicherheit im Rahmen des OP-Managements gegeben. Das intraoperative Monitoringsystem OSIRION® I unterstützt Operateure während chirurgischer Eingriffe an der Wirbelsäule Nerven frühzeitig zu detektieren und zu schützen. Dabei erfolgt die Erfassung der neurophysiologischen Aktivitäten durch Elektromyographien (EMG). Die Messergebnisse werden in Echtzeit mittels optischer (Ampelfarben) und akustischer Signale ausgegeben, so dass Anwendern eine einfache Interpretation und schnelle Reaktion ermöglicht wird.

Bei chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule können in allen Phasen der Operation neurologische Schäden auftreten. Das Risiko möglicher Nervenverletzungen zeitnah zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten ist daher essentiell. „Das Feedback aus der Ärzteschaft zeigt uns, dass zusätzliche Sicherheit im OP-Saal an Bedeutung gewinnt und intraoperative Neuromonitoring (IOM)-Systeme immer häufiger eingesetzt werden. Schnelligkeit und die einfache Handhabung des Systems spielen für Anwender dabei eine besondere Rolle“, so SIGNUS Geschäftsführer Uwe Siedler. "Der Wunsch der Wirbelsäulenchirurgen nach einer sowohl zuverlässigen als auch anwenderfreundlichen Lösung stand bei der Systementwicklung daher im Vordergrund", betont Dr. med. Azad Kheder, Leiter des OSIRION®-Projektes, der über langjährige Erfahrungen im Bereich Neuromonitoring verfügt. Mit Hilfe von OSIRION® I werden dem Operateur alle neurophysiologischen Aktivitäten während eines Eingriffs elektromyographisch – je nach Gefährdungsgrad der Nerven – in den Ampelfarben und durch Beschriftung sowie akustische Signale angezeigt.

Im Verlauf eines Eingriffs können die Aktionspotenziale der von den Nerven versorgten Muskeln durch Elektroden elektromyographisch abgeleitet werden. Dadurch erhält der Operateur ein fortwährendes Feedback über den Zustand der innervierenden Nerven während der Vorbereitung und Instrumentierung von Pedikeln sowie beim Setzen von Schrauben. Werden Nerven gefährdet, gibt der Neuromonitor eine optische und akustische Rückmeldung. Bei ventralen Zugängen zur Halswirbelsäule können mit dem Nervretraktor darüber hinaus die Stimmbandnerven überwacht werden. 

Alle Messergebnisse werden dokumentiert und stehen dem Operateur im Anschluss an den Eingriff zur Verfügung. Studiendaten belegen, dass EMG-getriggerte IOM-Systeme eine sensitive und verlässliche Methode in Bezug auf die Detektion von Perforationen beim Setzen von Pedikelschrauben darstellen1 und postoperative Nervenschäden durch deren Anwendung reduziert werden können.2 Mit dem Einsatz von OSIRION® kann durch Verkürzung der OP-Zeit, Reduzierung von Revisions-Operationen, Minimierung der Strahlenbelastung u. a. sowohl das Risiko für den Arzt als auch für den Patienten verringert werden.

Quellen
1 Calancie B, Madsen P, Lebwohl N. Stimulus-evoked EMG monitoring during transpedicular lumbosacral spine instrumentation. Initial clinical results. Spine 1994;19(24):2780-86.
2 Bose B, Wierzbowski LR, Sestokas AK. Neurophysiologic monitoring of spinal nerve root function during instrumented posterior lumbar spine surgery. Spine 2002;27(13):1444-50.

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