Pressemitteilung POSEIDON®

POSEIDON® – höhere Primärstabilität durch eckige Endplatten

Alzenau, 1. Dezember 2014. Das Unternehmen SIGNUS (Alzenau) ging mit der Markteinführung von POSEIDON® in diesem Jahr einen Schritt, der die Palette verfügbarer Wirbelkörperersatzimplantate um eine wichtige Option bereicherte: Die Entwicklung eines Implantats, das – hingegen der bisher üblichen Verwendung runder Endplatten – rechteckige Decken- und Bodenplatten besitzt, die das Einsinterungsrisiko minimieren.

Zur Stabilisierung der ventralen Säulen werden regelmäßig distrahierbare WKE angewendet. Die Indikation für diese Implantate besteht darin, die axiale Last zumindest teilweise über die vordere Säule abzuleiten und somit die reponierte Stellung zu halten und einen Korrekturverlust zu verhindern. Postoperativ werden Sinterungen und/oder Dislokationen der Implantate immer wieder beobachtet. Durch die Verwendung eckiger konvexer Endplatten, die sich auf dem kortikalen, stabileren Rand des Wirbelkörpers abstützen, wird der instabilere Kern nicht belastet und das Einsintern der Endplatten in die weiche Knochenmitte verhindert. Selbst bei einem Defekt des Wirbelkörperkerns
kann der Widerstand gegen das Einsinken und die Rotationsstabilität durch das Implantat bei Verwendung eckiger Endplatten im Vergleich zu runden Endplatten erhöht werden.1 Die Verzahnung der Endplatten sorgt nach Distraktion zudem für eine sichere Verankerung und minimiert so das Risiko von Dislokationen. „Modularität war uns bei dem Konzept von POSEIDON® außerdem sehr wichtig, sodass für jeden Patienten eine individuelle Lösung gefunden werden kann“, äußerte sich SIGNUS Geschäftsführer Uwe Siedler. Daher bietet das Unternehmen das Implantat in unterschiedlichen Höhen und Winkeln an. Zur Feststellung der notwendigen Implantatgröße stellt SIGNUS Operateuren zudem Probeendplatten zur Verfügung.

POSEIDON® im Profil
POSEIDON® wird nach kompletter oder inkompletter Korporektomie bei Wirbelkörperdestruktionen verwendet, die bspw. infolge von Tumoren, Frakturen oder Entzündungen im Brust- und Lendenwirbelbereich vorgenommen werden.
Der Einsatz von POSEIDON® kann nach frei wählbarem Zugang des Operateurs erfolgen. Die Endplatten sind in 45°-Schritten montierbar und mit Hilfe des passenden Setzgerätes korrekt platzierbar. Durch diverse Höhen und Winkel sind insgesamt 20 verschiedene Endplattenvariationen möglich. 2015 wird der Wirbelkörperersatz auch als Produkt der SIGNUS ST-Line® (Structural Titanium) verfügbar.

Quellen
1 Pekmezci M, McDonald E, Kennedy A, Dedini R, McClellan T, Ames C, Deviren V. Can a novel rectangular footplate provide higher resistance to subsidence than circular footplates? An ex vivo biomechanical study. Spine 2012;37(19):E1177-81.

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